Typo3-6.2 für Redakteure

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TYPO3 ist ein frei erhältliches Open Source Content Management System (CMS), zugeschnitten auf Internet, Intranet und Extranet. TYPO3 kommt in vielen Firmen, öffentlichen Verwaltungen und Projekten zum Einsatz. Die vorliegende Beschreibung bezieht sich auf die Version 6.2.x mit der Erweiterung TemplaVoila und der hier beschriebenen Installation. Sie richtet sich an Redakteure, welche Texte einpflegen möchten. Gegenüber den älteren Version von Typo3 hat sich nicht nur das Aussehen geändert.

Typo3 ist stark modular aufgebaut und mit zur Zeit etwa 1000 Extensionen erweiterbar. Das macht die Einrichtung und Verwaltung für Administratoren nicht gerade einfach. Der Administrator hat aber die Möglichkeit sein System so zu konfigurieren, dass die Redakteure nicht mit unnötigen Funktionen belästigt werden. Die Redakteure sind diejenigen, die die Seiten erstellen und bearbeiten. Zum Bearbeiten von Seiten muss ein Redakteur sich am Backend anmelden. Um das Anmeldefenster zu erreichen, hängt man nur die URL der Seite /typo3/ an.

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Eine Anmeldung ist nur möglich, wenn der Administrator einen Account eingerichtet hat. Nach der Anmeldung sieht der Redakteur eine Liste der Funktionen, die ihm der Administrator zugedacht hat mit entsprechenden Hilfetexten.

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Die Module von Typo3

Typo3 verfügt normalerweise über etwa 20 verschiedene Module, in denen sich die zentralen Komponenten zur Konfiguration befinden. Ein Redakteur sollte mit den folgenden sieben Modulen auskommen.

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Die am häufigsten benutzte Funktion befindet sich in der Liste ganz oben.

  • Über die Funktion Seite unterhalb von Web kommt man an die Seiten heran, auf die man Zugriff hat.
  • Anzeigen liefert eine Vorschau der ausgewählten Seite.
  • Liste zeigt die auf einer Seite gespeicherten Datensätze an, soweit der Benutzer darauf Zugriff hat.


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Unterhalb von Datei befinden sich die Funktionen Dateiliste. Typo3 gibt einem Redakteur die Möglichkeit Dateien und Bilder in einem bestimmten Verzeichnis auf dem Server abzulegen. Von dort aus können die Abbildungen dann in die Seiten eingebunden werden. Die Funktion liefert das Inhaltsverzeichnis.


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Unter Benutzerwerkzeuge findet sich nur das Modul Einstellungen, über das man die persönlichen Einstellungen und das eigene Passwort verändern kann.



Die konkrete Zahl der hier vorhandenen Funktionen ist sehr stark von der Konfiguration und den Einschränkungen durch den jeweiligen Administrator abhängig.

Das Modul (persönliche) Einstellungen

Nach der ersten Anmeldung sollte ein neuer Benutzer zuerst einmal seine persönlichen Einstellungen überprüfen und zumindest das Passwort ändern.

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Für jede der Konfigurations­möglich­keiten gibt es eine Hilfe, die man mit einem Klick auf das blasse Fragezeichen aufrufen kann.

Für den Anfang sollte es langen die Einstellung der Backend-Sprache zu überprüfen und die persönlichen Daten zu ergänzen.

Die Datei Module

Klickt man auf Dateiliste, so bekommt man im mittleren Fenster alle File Mounts zu sehen, auf die man zugreifen kann. Im vorliegenden Fall ist das nur ein Ordner namens fileadmin und seine Unterordner.

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Im rechten Fensterteil bekommt man alle Dateien und Unterordner zu sehen, die sich in diesem Ordner befinden. Sollte der Inhalt des Ordners nicht zu sehen sein, so klickt man auf den Namen der Freigabe, dann erscheint die Liste, sofern Dateien vorhanden sind.

Typo3-6.2-Redakteure-8a.pngKlickt man auf das Icon statt auf den Text, dann erscheint ein Kontextmenü.

Generell ist es so, dass bei Typo3 Icons mit einem Text rechts daneben auftauchen. Ein Klick auf den Text bewirkt direkt eine Änderung der Anzeige im rechten Feld. Ein Rechtsklick auf das Icon öffnet ein Menü.

Zum Hochladen eine Datei würde man in diesem Menü auf Dateien Hochladen klicken, ein relativ kleines grünes Icon oberhalb des Dateibereiches, worauf dann im rechten Bereich die entsprechende Funktion erscheint. Noch einfacher ist der direkte Weg über das Hochladen-Icon ganz oben auf der Seite.

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Über Durchsuchen... startet man den Dateiauswahl-Dialog des jeweiligen Client-Betriebssystemes. Hat man die richtige Datei ausgewählt, so wird sie über Hochladen in das Verzeichnis auf dem Typo3-Server übertragen.

Das Modul Seite

Mit diesem Modul hat man in der Regel am häufigsten zu tun, da sich hier die zentralen Funktionen zum Bearbeiten einer Seite befinden. Genaugenommen handelt es sich hier nicht um das Modul Seite sondern um TV-Seite, da TemplaVoila das ursprüngliche Modul ersetzt.

Klickt man Seite an, so öffnet sich im mittleren Fensterteil der Seitenbaum, bzw. der Teil des Seitenbaumes, den der angemeldete Benutzer sehen kann.

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Seiten mit einem roten - sind ausgeblendet, werden also auf der Website nicht angezeigt. Damit hat man die Möglichkeit einzelne Seiten zu deaktivieren.

Falls eine Seite über Unterseiten verfügt, so kann man den entsprechenden Teilbaum ein- und ausblenden lassen, indem man das kleine Dreieck davor anklickt.

Klickt man jetzt im mittleren Bereich eine der Seiten an, so öffnet sich rechts die zugehörige Beschreibung.

Eine Seite besteht generell aus den Komponenten

  • der eigentlichen Seite mit ihren Eigenschaften, wie z.B. dem Seitentitel
  • evtl. mehreren Datensätzen

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Die Seiteneigenschaften sind bei einer vorhandenen Seite normalerweise über über einen Klick auf das Stiftsymbol ganz oben Seiteneigenschaften bearbeiten zu erreichen, die Datensätze über den Stift in ihrer Titelleiste. Die Icons erscheinen aber immer erst, wenn man mit der Maus über das entsprechende Element fährt.

In der Abbildung befinden sich drei Datensätze auf der Seite, zwei vom Typ Text und einer vom Typ BoxUD. Bei der Box handelt es sich um ein Flexibles Content Element (FCE), das ist ein Element, welches selber weitere Elemente, hier eines vom Typ Text, als Inhalt haben kann. Diese FCE sind eine Besonderheit der benutzten Typo3-Erweiterung TempaVoila. Das Element vom Typ BoxUD bildet einen Rahmen mit einstellbaren Farben und Ecken um seinen Inhalt.

Zum Bearbeiten eines Datensatzes kommt man generell über das Stift-Icon neben dem entsprechenden Datensatz. Bei manchen Datensatz-Typen ist zusätzlich noch ein Button In Rich Text Editor bearbeiten vorhanden. Den Editor bekommt man aber auch zu sehen, wenn man auf das Stift-Icon klickt. Hierüber gibt es deutlich mehr Bearbeitungsmöglichkeiten.


Typo3-4.4.x-redakteure-12.pngAn mehreren Stellen in dem Fenster findet sich das nebenstehende Icon. Eine Art Blatt mit einem grünen Plus-Zeichen in der rechten unteren Ecke. Über dieses Icon legt man generell neue Elemente an. Im Bereich der Datensätze jeweils neue Datensätze. Die Position des neuen Datensatzes ist unterschiedlich, je nach dem welches der Icons man wählt. Über Tooltips bekommt man jeweils ausreichend Hilfe.

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Bei den Datensätzen gibt es einen weiteren Icon-Block. Über das Icon mit der Seite ohne grünes Plus bekommt man ein Kontextmenü zur weiteren Bearbeitung. Als Tooltip bekommt man die id des Datensatzes angezeigt. Rechts daneben steht der Typ des Datensatzes, im vorliegenden Fall ist das der Typ Text. In der Reihe darunter kommt zuerst das Stift-Icon zum Bearbeiten. Danach das Icon zum Anlegen eines neuen Datensatzes hinter dem aktuellen Datensatz. Mit den schwarzen Dreiecken kann man die Position des Datensatzes auf der Seite verändern. Über das Icon mit dem roten Kreis vor der Lupe kann man den Datensatz verbergen und über die Mülltonne löschen. Die dritte Zeile zeigt nur an, dass der Datensatz im Index eingetragen ist.

Anlegen einer neuen Seite

Eine neue Seite legt man an, indem man im Seitenbaum auf das Icon einer benachbarten Seite einen Rechtsklick durchführt und dann im Kontextmenü Seitenaktionen -> Neu auswählt, oder oberhalb des Bearbeitungsbereiches auf das grüne Pluszeichen klickt.

Aus der dann rechts erscheinenden Auswahl wählt man direkt die Funktion Seite aus.

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Es erscheint dann das eigentliche Fenster zum Erstellen einer neuen Seite. Sofern der Administrator das nicht unterbunden hat, werden hier alle verfügbaren Seitenlayouts angezeigt. In der Regel wählt man hier den ersten Eintrag und übernimmt damit die Einstellungen der übergeordneten Seite.

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Hat man das Seitenlayout festgelegt, so muss man im nächsten Fenster noch den Seitentitel angeben und ggf. einen Alias-Titel, der später als Seitenname für den Browser dient.

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Etwas mehr Einstellmöglichkeiten für die Seite hat man, wenn man die Seiteneigenschaften anschließend noch einmal bearbeitet.

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Das Fenster ist recht übersichtlich gegliedert. Hier kann man folgende Einstellungen vornehmen (man muss darauf achten, dass das Häkchen vor Zweite Optionspalette anzeigen gesetzt ist).

  • Im Reiter Allgemein kann man den Seitentitel korrigieren, es muss zwingend ein relativ sprechender Titel eingegeben werden. Mit dem Titel erscheint die Seite später in den Menüs. Im Feld Untertitel gibt man z.B. eine längere Beschreibung an, als im Seitentitel. Dieser Untertitel kann dann z.B. als Seitenüberschrift benutzt werden.
  • Unter Zugriff kann man den Haken bei Seite verstecken entfernen oder setzen
  • Im Reiter Verhalten kann man den Alias angeben oder korrigieren. Der Alias sollte kurz sein und ohne Umlaute und Leerzeichen. Er kann später als Teil einer freundlicheren URL benutzt werden.

Das Fenster kann man später jederzeit wieder zum Bearbeiten aufrufen, indem man z.B. aus der Seitenübersicht auf den Button Seitentitel bearbeiten klickt (s.u.). Über eines der Disketten-Icons kann man die getroffenen Einstellungen jeweils speichern. Das Icon mit der Lupe führt anschließend zur Seitenvorschau, das Icon mit dem X schließt den Editor und das Icon nur mit dem X schließt das Formular, ohne die Daten zu sichern.

Datensätze anlegen

Die eigentliche Seite besitzt nur Titelinformationen, keinen wirklichen Inhalt. Den eigentlichen Inhalt kann man eingeben, wenn man im Seitenbaum auf die (neue) Seite klickt. Dann öffnet sich wie oben gezeigt die Datensatzanzeige.

Hier klickt man auf Seiteninhalt anlegen oder eines der Icons mit dem grünen Plus.

Nun hat man die Auswahl zwischen mehreren Arten von Seiteninhalt.

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An dieser Stelle muss unbedingt erwähnt werden, dass Webseiten nicht so detailliert layoutet werden können, wie Textdokumente. Webseiten werden später auf sehr unterschiedlichen Systemen ausgegeben, bei denen sich zumindest die Schriftdarstellung oft sehr unterschiedlich gestaltet. Man sollte daher niemals zuviele Objekte in einem Bereich unterbringen wollen.

Die Gestaltung klappt übrigens auch in Textverarbeitungen wie Word nur dann, wenn man weder den Druckertreiber noch die Programmversion wechselt.

Bei Webseiten muss man sich generell auf sehr unterschiedliche Browser und unterschiedliche Drucksysteme einstellen.

Man gliedert eine Seite also im Idealfall in Abschnitte (Datensätze), die jeweils möglichst nur wenige Arten von Elementen enthalten.

  • Text dient dazu, normalen Fließtext unterzubringen. Der Text darf Links und andere einfache Elemente enthalten.
  • Text und Bilder nimmt Text und Bilder auf. Die Anordnung der Elemente zueinander lässt sich später genauer bestimmen, als es hier den Eindruck macht.
  • Nur Bilder nimmt mehrere Bilder mit Beschriftungen auf.
  • Aufzählung und Tabelle sollte man sehr sparsam benutzen. Hier kann es Probleme mit der Barrierefreiheit geben.
  • Von den speziellen Elementen ist vor allem HTML erwähnenswert. Wer es nicht lassen kann, der kann hier direkt nahezu beliebigen HTML-Code eingeben.

Klickt man hier jetzt z.B. auf Text, so kommt man zu dem Fenster, in dem man den eigentlichen Text eingeben kann. In der Regel wird das ein Rich Text Editor (RTE) sein.