Buffalo LinkStation Live

Aus Debacher-Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche

Trotz der schlechten Erfahrungen mit der Netzwerkplatte von Trekstor habe ich heute einen neuen Versuch gestartet zu einer Netzwerkfestplatte zu kommen. Es gab die Buffalo LinkStation Live mit 500GB Speicherkapazität für 199 Euro bei Mediamarkt.

Mit dem Gerät werden alle Anschlusskabel mitgeliefert und die Anschlüsse machen einen stabilen Eindruck.

Ich habe das Gerät ans Netzwerk angeschlossen und nach kurzer Zeit hat es sich eine IP-Adresse von meinem DHCP-Server geholt. Sofort danach konnte ich mich mit dem Firefox mit der Weboberfläche der LinkStation verbinden. Der voreingestellt Benutzername ist admin und das Passwort password. Das Gerät ist übrigens viel leiser, als ich vorab gelesen hatte. Ich werde es trotzdem auf Dauer mit in den Rechner-Schrank verbannen.

Die Festplatte ist mit XFS formatiert, man kann sofort daran gehen Benutzer und Freigaben einzurichten. Auf die eingerichteten Freigaben konnte ich dann sofort mit dem Konqueror zugreifen. Diesmal scheine ich das richtige Gerät erwischt zu haben.

Telnet-Zugang

Die Kiste verfügt sogar über einen Telnet-Dämon, der leider normalerweise nicht aktiv ist. Unter http://wiki.fireflymediaserver.org/Linkstation_Live_Pro_Install findet sich eine Anleitung, wie das zu ändern ist.

Zuerst besorgt man sich von http://downloads.linkstationwiki.net/TOOLS/ALL_LS_KB_ARM9/ACP_COMMANDER das Java-Programm ACP_COMMANDER. Mittels

java -jar acp_commander.jar -t <ip-adresse> -o

wird dann Telnet aktiviert und das Root-Passwort gelöscht. (Warum und wie das root-Passwort gelöscht wird ist mir nicht ganz klar, aber es klappt).

Danach kann man sich dann mit einem beliebigen Telnet-Client zur LinkStation verbinden (Benutzer root, ohne Passwort). Dort habe ich dann erst einmal in der Datei

/etc/init.d/rcS

das Kommentarzeichen vor der Zeile zum Starten des Telnetd entfernt. Zukünftig sollte der Zugriff auch nach einem Reboot weiter möglich sein.

Rsync

Auf dem Gerät ist auch ein rsyncd. Der ist aber nicht weiter konfiguriert, was sich aber leicht ändern lässt. Zuständig ist die (vorhandene) Datei

/etc/rsyncd.conf

Die man folgendmaßen erweitert:

uid = root
gid = root
use chroot = yes

[Uwe]
 comment = Uwes Verzeichnis
 path = /mnt/disk1/Uwe/
 list = yes
 read only = no

Damit wird ein Modul Uwe definiert, auf welches dann remote zugegriffen werden kann:

rsync -avh <verzeichnis> rsync://debacher@<ip-adresse>:/Uwe/


sshd

Auch der ist vorhanden. Mittels

/usr/local/sbin/sshd

lässt er sich starten. Dieser Aufruf muss dann nur in das Script rcS mit aufgenommen werden.


cifs

Von der KDE-Oberfläche aus binde ich Ordner auf der Festplatte per cifs ein. Dazu habe ich folgende Zeilen in der Datei /etc/fstab:

//192.168.1.147/Fotos /home/debacher/fotos   cifs username=xxx,password=ixxx,users,noauto  0 0
//192.168.1.147/Uwe   /home/debacher/netzplatte  cifs username=xxx,password=xxx,users,noauto  0 0

Damit kann auch ein normaler Nutzer die Platte mounten, zur Vereinfachung habe ich auch jeweils ein Festplatten-Icon auf dem Desktop.

Geraet-festplatte.png

Rechte Maustaste auf den Desktop -> Neu erstellen -> Verknüpfung zu Gerät -> Festplatte

Unter Gerät kann man dann aus den vorhandenen Geräten auswählen, vor allem denen, die in der fstab eingetragen sind. Damit hat man dann mit einem Mausklick einfach Zugriff auf die externe Festplatte.

Leider funktionierte das alle nach meinem letzten Online-Update bei SuSE 10.2 nicht mehr. Mir war klar, das das irgendetwas mit mount.cifs zu tun haben muss. Eine Neuinstallation der Originalversion brachte aber keine Änderung. Ich bekam immer die Fehlermeldung:

mount error 1 = Operation not permitted
Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g.man mount.cifs)

Auch das Setzen des suid-Bits für mount.cifs brachte nur eine veränderte Fehlermeldung.

Die einfachste Lösung besteht darin das Paket mount.cifs zu löschen, dann funktioniert alles problemlos. Solange das Paket vorhanden ist kann ein normaler Benutzer die Platte nicht mounten, sondern nur root.

Dauerbetrieb

Am 29.2.2016 hat das NAS 2190 Tage (6 Jahre) Dauerbetrieb störungsfrei hinter sich. Ist schon cool, was mit Linux-Systemen alles möglich ist.

Links

http://wiki.fireflymediaserver.org/Linkstation_Live_Pro_Install

http://www.nas-central.org/index.php/HS-DHGL