Acer Aspire XC-885

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Mein alter Acer_Aspire_X3300 hat nun fast 9 Jahre lang zuverlässig seinen Dienst getan. Inzwischen häufen sich aber thermische Probleme, die USB-Anschlüsse sind nicht mehr zeitgemäß und außerdem ist die Aktualisierung auf Ubuntu 18.04 überfällig.

Nach sorgfältiger Recherche habe ich dann bei https://www.notebooksbilliger.de ein passendes Angebot gefunden, den acer+aspire+xc+885, für 499€.

Es handelt sich um ein:

  • Intel Core i5-8400 6x 2.80GHz
  • 8GB RAM
  • 128GB SSD
  • 1TB HDD

Ich habe mich bewusst für ein Gerät mit Intel-Prozessor entschieden, da die Linux-Unterstützung von Intel nach meinen Erfahrungen sehr gut ist. Auf meinem Alten AMD-Rechner hatte ich immer mal wieder Probleme mit der Grafikkarte. Kodi z.B. bleibt nach einiger Zeit hängen und nimmt die gesamte grafische Oberfläche mit, das hat mich genervt. Ich hoffe, dass das bei der Intel-Grafik besser funktioniert. Der Grafiktreiber i915 für die Intel UHD Grafik 630 ist erst seit 18.04 im Kernel 4.15 von Ubuntu vorhanden.

Der Acer hat 6 x 5616.00 Bogomips und 8 GB Hauptspeicher. Laut Beschreibung soll der Speicher in einem einzigen SIMM gesteckt sein, so dass eine Erweiterung auf 16 MB sinnvoll und notwendig erscheint. Die Speicherzugriffe sollen dann schneller ablaufen.

Das Gerät habe ich am Donnerstag Abend bestellt und am Montag war es dann da. Auf den ersten Blick sieht es ziemlich genau aus wie sein Vorgänger. Das Gerät ist auch extrem leise, man hört weder vom Lüfter noch von den Platten etwas.

Für das Gerät hat gesprochen, dass es mit Endless OS ausgeliefert wird, das ist eine Linux-Distribution, die mir für absolute Anfänger sehr gut geeignet scheint. Da ist eine riesige Softwareauswahl vorhanden. Eine relativ ausführliche Vorstellung findet sich unter https://www.youtube.com/watch?v=PpJds8FsVyo, wobei man sich an einigen Missverständnissen von dem Autor nicht stören darf, er kommt eben aus der Windos-Welt (das mit der Facebook-Spionage ist z.B. nicht nachvollziehbar, deinstallieren und gut ist es).

Da ich mich nicht mehr zu den Linux-Anfängern rechne habe ich aber lieber meine Ubuntu 18.04 installiert. Zumindest habe ich jetzt nicht schon wieder eine nutzlose Windos-Version herumliegen.

Das komplette Endless OS war auf der SSD installiert, die Festplatte war als Datenspeicher eingebunden.

An der Partitionierung der SSD habe ich nichts geändert:

Gerät         Anfang      Ende  Sektoren  Größe Typ
/dev/sda1       2048    129023    126976    62M EFI-System
/dev/sda2     129024    131071      2048     1M BIOS boot
/dev/sda3     131072 240297983 240166912 114,5G Linux root (x86-64)
/dev/sda4  240297984 250068991   9771008   4,7G Microsoft Basisdaten

Ich habe lediglich /dev/sda3 neu formatiert und als Root-Partition eingebunden. Die anderen Partitionen habe ich so gelassen.

Die Festplatte habe ich insgesamt neu eingeteilt:

Gerät      Boot    Anfang       Ende   Sektoren  Größe Kn Typ
/dev/sdb1            2048   19531775   19529728   9,3G 82 Linux Swap / Solaris
/dev/sdb2        19531776  117188607   97656832  46,6G 83 Linux
/dev/sdb3       117188608 1953523711 1836335104 875,6G 83 Linux

Ich nutze dann:

/dev/sda3      /
/dev/sdb2      /var
/dev/sdb3      /home

r8169

Die Intel-Komponenten funktionieren alle problemlos ohne irgendwelche Eingriffe. Probleme hatte ich nur mit der Realtek-Netzwerkkarte RTL8111/8168/8411. Mit dem mitgelieferten Treiber und meinem Switch Netgear GS108 hatte ich folgende Probleme:

  • es wurde nur eine Verbindung mit 10 MBit realisiert
  • nachdem ich versehentlich den Rechner zum Schlafen geschickt hatte liess sich die Netzwerkverbindung nach dem Aufwecken nur durch einen Reboot wieder herstellen.

Beide Probleme finden sich auch bei Online-Recherchen beschrieben. Aber auch eine einfache Lösung findet sich online. Man muss nur das Paket r8186-dkms nachinstallieren. Dieses Paket erstellt eine aktuelle Version des Treibers mit den jeweils aktuellen Kernelquellen. Nach der Installation und einem Reboot waren beide Probleme beseitigt, zumindest fast. Mit dem Netgear-Switch konnte ich nur eine 100MBit-Verbindung herstellen. Ich habe dann das Kabel direkt an die Fritz-Box angeschlossen, nun haben ich 1 GBit, wie es sein soll.

100%ig stabil ist aber auch dieser Treiber nicht, gelegentlich schaltet er auf 100MBit herunter, mit kaum spürbarer Unterbrechung der Netzwerkverbindung.

VDR

Auf dem Gerät habe ich mir nach der Anleitung von http://www.linux-community.de/ausgaben/easylinux/2017/10/tv-aus-der-netzwerkdose/3/ den http://www.linux-community.de/ausgaben/easylinux/2017/10/tv-aus-der-netzwerkdose/3/ den VDR (Video Disk Recorder) installiert. Das hat aus Anhieb funktioniert, das Programm hat meinen SAT>IP Receiver sofort erkannt und ich kann damit fernsehen.

Nun muss ich mich nur noch mit den Anleitungen beschäftigen, um das System zu optimieren:

Kodi

Cool, auf diesem Gerät läuft Kodi zusammen mit TVHeadend auf dem NAS bisher stabil und zügig. So bringt das Fernsehen auf dem PC Spass. Den VDR habe ich deaktiviert, einerseits wegen der unhandlichen Bedienung, aber hauptsächlich wegen des fehlenden EPG. Von TCHeadend bekommt Kodi auch die Programminformationen übermittelt.